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Dissection78
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XP 3.889
Eintrag: 31.01.2014

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Blood Feast 2 - All U Can Eat

(Originaltitel: Blood Feast 2 - All u can eat)
Herstellungsland:USA (2002)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
Genre:Horror, Splatter, Trash
Alternativtitel:Blood Feast 2: Buffet of Blood

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,63 (29 Stimmen) Details
inhalt:
Fuad Ramses III (J.P. Delahoussaye) kommt in eine Kleinstadt. Dort lebte vor Jahren auch sein Grossvater, welcher an einem Fest mit vielen Gästen ein Blutbad veranstalten wollte. Dies erfährt Fuad Ramses III von dem Detective Myers (Mark McLachlan), welcher bald heiraten will, und zwar in dem Restaurant von Fuad Ramses III, welcher für die geplante Hochzeit auch kochen soll. Und genau so wie bei seinem Grossvater, findet Fuad Ramses III diese Statue und gerät sofort in ihren Bann. Wie auch sein Grossvater damals, plant Fuad Ramses III ein grosses Blutbad.
eine kritik von dissection78:

2002 kam nach vierzig Jahren Funkstille - "The Gore Gore Girls war 1972 der letzte Langfilm des Regisseurs - mit der Fortsetzung seines 1963er Splatterklassikers "Blood Feast" ein neuer Streifen vom "Godfather of Gore" Herschell Gordon Lewis heraus.

Irgendwo habe ich gelesen, dass Herschell Gordon Lewis bei "Blood Feast 2" nur zum Schein Regie geführt hat, damit in seinem Namen nochmals großer Reibach gemacht werden konnte (keine Ahnung, ob man damit überhaupt die Kassen klingeln lassen kann, da sein Name doch eher für Nischenprodukte steht, aber ich weiß es wirklich nicht). Jedenfalls soll sich Lewis vor den jeweiligen Takes auf den Regiestuhl gesetzt und nur kurz "Action!" gerufen haben... und das war's dann. In den weiteren Verlauf der Produktion soll er nicht mehr involviert gewesen sein. Ob's stimmt, hm...? - es ist nur Hörensagen.

Wenn es denn zutreffen sollte, so haben die eigentlichen Kreativen hinter den Kulissen doch so einiges richtig gemacht, denn die gesamte Inszenierung, der gesamte Film erinnert nicht nur an die frühen Arbeiten von Lewis aus den 60ern und Früh-70ern, alles wurde so ziemlich 1:1 kopert:
Die Effekte sind - wie in allen Lewis-Filmen - extrem grafisch, blutig und primitiv. Hier werden die Grenzen des "Guten Geschmacks" trotz einer gewissen Durchschaubarkeit in der Ausführung bewusst überdehnt.
Die Darsteller spielen - wie in allen Lewis-Filmen - sehr grobschlächtig und überdreht. Das passt zum Kontext.
Die Kamera agiert - wie in allen Lewis-Filmen - eher statisch. Sie verharrt vor allem in den Goreszenen starr, ohne Schnitt, oft minutenlang auf dem Geschehen.
Der Schnitt ist - wie in allen Lewis-Filmen - ziemlich schludrig ausgeführt. Es entstehen etliche Anschlussfehler.
Der Musikscore haut - wie in allen Lewis-Filmen - oft daneben und will nicht so recht zum Gesehenen und zur Handlung passen. Das war mit den ganzen Lewis-Jazz-Sachen schon immer so.
Die Dialoge sind - wie in allen Lewis-Filmen - hölzern und "WTF?!"-mäßig bis an die Grenze der Lächerlichkeit (und darüber hinaus). Somit wirkt die gesamte Chose im Zusammenspiel mit der kauzigen Kameraarbeit und dem miesen Schauspiel der Akteure unfreiwillig komisch, wobei ich mir eigentlich sicher bin, dass diese unfreiwillige Komik zu einem Großteil sogar kalkuliert ist und somit nicht mehr wirklich "unfreiwillig". Da kommen dem geneigten Zuschauer Vertreter des Troma-Trashs in den Sinn (sowie einige arg klamaukige Spoof-Machwerke der letzten Jahre) .

Also, alleine schon aufgrund der Machart bin ich der Meinung ein echtes, kultig-cooles Herschell-Gordon-Lewis-Machwerk vor mir zu haben.
Ich kenne übrigens nur die knapp hunderminütige Unrated-Fassung, die gute sieben Minuten länger ist als die R-Rated-Version des Films. Damit ist "Blood Feast 2" (vermutlich selbst in der kürzeren Fassung) etwas zu lang. Es enstehen einige zähe Passagen, die man im Endschnitt hätte vermeiden können. Zwanzig Minuten weniger wäre vermutlich mehr.

Eine um gut drei Minuten gekürzte Fassung des Films erschien auf DVD (SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich); Label: Laser Paradise (mit einer unterirdischen deutschen Porno-Synchronisation, die aber bestens zum Film passt).
Im Oktober 2011 wurde die nachgereichte ungekürzte Unrated-DVD-Version von Laser Paradise von der BPjM auf Liste B des Index gesetzt. Somit sah der Verein eine strafrechtliche Bedenklichkeit. Am 2.12.2011 sah dies ein Amtsrichter des AG Frankfurt genauso und erließ einen Beschlagnahmebeschluss.

Arbeitstitel: "Blood Feast 2: Buffet of Blood"

Fazit:
Trash-Machwerk in typisch dilettantischer Lewis-Manier (der Filmemacher wurde schließlich von etlichen Kritikern als einer der schlechtesten Regisseure aller Zeiten betitelt). Ultrabillig, ultrablutig, schlecht gespielt, etwas zu lang... und für mich trotzdem oder gerade deswegen absolut unterhaltsam und lustig!

6/10
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