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Mucki1979
Level 3
XP 133
Eintrag: 08.02.2019

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The Fog - Nebel des Grauens

(Originaltitel: The Fog)
Herstellungsland:USA (1980)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror
Alternativtitel:Fog - Nebbia Assassina, The
John Carpenter's The Fog

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,65 (87 Stimmen) Details
inhalt:
Zwischen Mitternacht und ein Uhr nähert sich die Brigg Elizabeth Dane der kalifornischen Küste. Doch das Schiff läuft auf ein falsches Leuchtfeuer zu und zerschellt an den Klippen von Antonio Bay. 100 Jahre später, am 22. April 1979, feiert der kleine Küstenort sein Stadtjubiläum. Doch zwischen Mitternacht und ein Uhr ziehen bedrohliche, dichte Dunstwolken auf. Etwas Grauenvolles kehrt heute aus dem Nebel zurück und versetzt die Bewohner von Antonio Bay in Angst und Schrecken...
eine kritik von mucki1979:

Liebe Freunde, heute möchte ich mich einem weiteren Meisterwerk vom Meister des Genre widmen. Und wenn man sich Carpenters Filmografie bis 1978 so anschaut, wirkt es eher ungewöhnlich, dass er sich zum "Master of Horror" hochgearbeitet hat. Nur wenige Jahre nach "Dark Star" und seiner Rio Bravo - Interpretation namens "Assault on Precinct 13", stellte sich ja nun sein mehr oder weniger unerwarteter massiver weltweiter Erfolg von "Halloween" ein. The Fog war also der direkte Nachfolger von Halloween und wer die Entstehungsgeschichte von The Fog in Interviews und Making Of´s verfolgt wird gemerkt haben, dass der Film in seiner ursprünglichen Fassung auf gewisse Horrormomente zuvor vollständig verzichtet hatte.

 

Erst nach dem Schnitt durch Tommy Lee Wallace und ersten zusammenhängenden Sichtungen wurde Carpenter darauf aufmerksam gemacht, dass die Angelegenheit so nicht funktioniere und sicher andere Erwartungen bestanden. So kam es insbesondere zu Nachdrehs bei der Anfangsszene sowie nachträglicher Herstellung einiger Horrorszenen mit gewalttätigen Aspekten, welche dem Film letztlich ein R-Rating verschafften. Ich persönlich vertrete daher die Theorie, dass der Film ursprünglich als eine Art Märchen mit allenfalls leicht gruseligen Akzenten geplant gewesen ist, also "Seemannsgarn zur Geisterstunde" und Carpenter eigentlich keinen auf Halloween direkt nachfolgenden klassichen Horrorfilm machen wollte. Im Hinblick auf die Historie zuvor nicht ausgeschlossen also, dass der gute Herr bis dato am Horrorgenre gar keinen so großen Narren gefressen hatte.

 

Nun hat es sich aber insbesondere durch die zusätzlichen Szenen so ergeben, dass wir hier quasi ein gruseliges Märchen für Erwachsene vorliegen haben, welches mir als Kind natürlich die ein oder andere schlaflose Nacht bereitet hat. Und so zähle ich den Film bis heute als Erwachsener zu den klassischen Meisterwerken, welche meine cineastische Präferenz maßgeblich geprägt haben.

 

Klarer Gewinner des Films ist hierbei die einzigartige optische Atmosphäre. Die Meer-, Strand- und Brandungsaufnahmen, welche Dean Cundey im Cinemascope-Format auf die Leinwand gebannt hat, sind einfach fantastisch. Wenn hierzu Carpenters wohl eindringlichster Score im Hintergrund spielt , läuft quasi mein eigener Film im Kopf ab und ich denke mir: "Dort wäre ich jetzt unheimlich gern!" Ja, The Fog wurde für die große Leinwand geschaffen! Und in eben diese anfänglich wohlige Atmosphäre bringt Carpenter durch geschickt eingesetzte Szenen stetig und fließend eine schleichende Horroratmosphäre ein, die bei fortwährender Steigerung der Spannung zum Höhepunkt aufsteigen darf. Was der eine damals oder heutzutage ggf. langweilig finden mag, ist für mich der Inbegriff des sich schleichend steigernden Horrors, der aufgrund der Fotografie der Szenerie sowie der musikalischen Untermalung bereits ohne die überschaubar vorhandenen grafischen Momente oder gar Dialoge auskommen könnte. Nun ist es jedoch aber so, dass sich eben diese grafischen Momente ins Hirn einbrennen und damit ein über Jahrzente haltendes Gedächtnis schaffen. The Fog ist in dieser Disziplin einzigartig!

 

Der Cast agiert hierbei durchweg solide, sind doch neben dem typischen Lieblingscast von Carpenter wie Tom Atkins, George Flower, Charles Cyphers, Darwin Joston und Nancy Kyes (Loomis) weitere Genregrößen wie Jamie Lee Curtis und ihre Mutter Janet Leigh, Hal Holbrook, Adrienne Barbeau und insbesondere der Meister selbst vertreten. Auch die geschickt gemachten Effekte lassen sich heute noch sehen und die Dialoge sind - für einen "ungewollten" - Horrorfilm intelligent gestrickt. Kurzum, hier stimmt die Melange!

 

Fazit

 

The Fog ist kult und allein der Titel ist jedermann bekannt. The Fog ist ein (ungewolltes ?) Meisterwerk, was seiner Zeit weit voraus gewesen ist. Gerade deshalb ist er auch noch heute ein mehr als oft kopierter Meilenstein des Genre. In Sachen Atmopshäre ist dieser Film unschlagbar und wer auch als Erwachsener noch bereit ist, sich auf filmischen "Seemannsgarn" und "Geisterstunden" einzulassen, sich hierbei vielleicht auch noch etwas zu gruseln oder einfach auf die Atmopshäre einzulassen, ist hier auch heute noch genau richtig. Und wer ganz genau aufpasst und zuhört, bekommt sogar die Carpenter-typische und subversive Gesellschaftskritik mit, welche auch in diesem Film vertreten ist.

 

Neben Prince of Darkness mein zweiter Zehn-Punkte-Kandidat, welcher sich in der 2018-er Bluray Neuauflage und auf 4K-Abtastung basierend, absolut sehen lassen kann. Vom 2005-er Remake ist jedoch dringend abzuraten! 

10/10
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Kommentare

08.02.2019 19:08 Uhr - Intofilms
2x
Ich bin ja nicht mehr ganz so spendabel wie früher, aber eine unzweifelhafte 9/10 ist „The Fog“ natürlich auch für mich, ein Film, den ich inniglich liebe... für immer! Altmodisch, stimmungsvoll, unheimlich, ach, ich könnte...! ;))
Ich finde, deine Rezi sagt alles, was es hier zu sagen gibt, und ist auch noch sehr angenehm lesbar. Bin total begeistert! 😜

08.02.2019 19:08 Uhr - sonyericssohn
2x
DB-Helfer
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Ein Klassiker im Bereich Horror der nix von seiner Wirkung eingebüßt hat. Seh ich heute noch ab und zu. Der Erfindung der DVD sei Dank.

08.02.2019 19:16 Uhr - Mucki1979
1x
User-Level von Mucki1979 3
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Danke Intofilms, freut mich. Carpenters bester Score, noch vor Assault!

Nix gegen Gary B. Kibbe, aber Dean Cundey hat ein Händchen für die perfekte Fotografie der Carpenter-Stoffe!

Den schaue ich auch in 20 Jahren mit 60 Lenzen noch gern!

08.02.2019 22:07 Uhr - BFG97
4x
Moderator
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Ganz tolle Review, Mucki!
Als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, das war um 2010 rum, war es kurz vor 12 Uhr nachts und nach dem Film konnte ich kein Auge mehr zu machen^^ Mittlerweile beschert er mir zwar keine schlaflosen Nächte mehr, dafür aber eine schöne Gänsehaut. Ein wahrhaft grandioser Klassiker, den ich mir immer wieder anschauen kann :D

08.02.2019 22:12 Uhr - Mucki1979
3x
User-Level von Mucki1979 3
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Vielen Dank! Ja, so geht Filmkunst, die Jahrzehnte überdauert....

08.02.2019 22:59 Uhr - CHOLLO
2x
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Erfahrungspunkte von CHOLLO 583
Sauber sauber Mucki. Treffende Besprechung dieses Klassikers! Muss dir besonders Recht geben bei deiner Aussage, welche man sich nach heutigen Sehgewohnheiten erst einmal auf den eher gediegenen Gruselatmosphäre von "The Fog" einlassen muss. Aber es lohnt zweifellos!

Bitte jetzt noch ein Review zu " Assault on Precinct 13" meinem absolutem Liebling von Carpenter, dann wäre ich glücklich ;)

08.02.2019 23:11 Uhr - Mucki1979
1x
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Danke Chollo!

Ich kümmere mich, da Assault bereits gestern nach knapp zehn Jahren Abstinenz gesehen und die Stärken wieder vorrangig bereits beim schauen erkannt!

Muss aber sagen, dass Napoleon Wilson nicht mehr ganz so cool wirkt wie noch mit 16, ich dafür aber erstmals gecheckt habe, dass ja Rocky Balboas Trainer aus Teil IV mitspielt...!

Hach, es gibt einfach zuviel Stoff für mich..... ;-)

08.02.2019 23:43 Uhr - Intofilms
1x
„Assault“ habe ich auch schon länger nicht mehr gesehen. Ganz frisch dagegen sind meine Eindrücke von „Christine“. Der war bei mir immer eine 8 und ist es erfreulicherweise auch heute noch (trotz meines neuerdings kritischeren Blicks). Der hat übrigens auch einen richtig geilen, fetten Carpenter-Score, benötigt vielleicht nur etwas Zeit, um damit voll loslegen zu können. - Kann es sein, dass „Christine“ oft ein wenig unterschätzt wird...?
„Assault“ ist natürlich in jeder Hinsicht allgemein wohlgelitten, gerade auch für seinen sensationellen Score. Muss ich unbedingt mal wieder schauen, Hammer-Film! ;)

10.02.2019 15:00 Uhr - Dissection78
2x
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"The Fog" ist neben "Assault" und "Das Ding aus einer anderen Welt" in meiner persönlichen Carpenter-Top-3. Einer der wenigen Filme, die ich mir mehrmals im Jahr geben kann. Der hat einfach eine unglaublich einnehmende, schaurig-schöne Atmosphäre. Alleine schon der Beginn mit John Houseman als Mr. Machen (eine Hommage an den walisischen Schauerpoeten Arthur Machen), Carpenters wunderbarer Score, die stimmige Kameraarbeit... da komme ich immer wieder ins Schwärmen. "Gruseliges Märchen" fasst das Ganze ausgezeichnet zusammen, Mucki :)

11.02.2019 12:41 Uhr - Mr.Tourette
2x
User-Level von Mr.Tourette 2
Erfahrungspunkte von Mr.Tourette 63
Sehr feine Review.

Die Mehrzahl der Carpenter (Meister)Werke gewinnt nach mehrmaliger Sichtung. Ich weiß nicht, wie oft ich "The Thing" gesehen habe, der bleibt einfach fantastisch.

Aber auch Filme wie "Prince of Darkness" oder "Vampires", mit denen ich nach der 1. Sichtung nicht viel anfangen konnte, gehören jetzt zu Lieblingen in meiner filmischen Raupensammlung.

Darum vereehre ich Carpenter und Kubrick dermaßen. Egal wie oft und wann man schaut, immer wieder faszinieren sie erneut und es gibt immer etwas zuvor Ungesehenes oder Unbemerktes zu entdecken!

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